Audi gewinnt neue Erkenntnisse für Car-to-X-Kommunikation

Audi A1 e-tron. Foto: Audi

Automobile sind effizienter, komfortabler und sicherer unterwegs, wenn sie mit dem Fahrer, der Infrastruktur und anderen Autos kommunizieren. Unter dem Schlagwort Audi connect treibt Audi die Vernetzung seiner Modelle auf allen Ebenen weiter voran. Im bundesweiten Großversuch simTD, der in den vergangenen vier Jahren im Raum Frankfurt am Main stattgefunden hat, hat die Marke mit den Vier Ringen wichtige Erkenntnisse gewonnen – darunter auch für das Projekt Ampelinfo online. Die Ergebnisse dieses Feldversuchs wurden jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.

Am Großversuch simTD (Sichere und Intelligente Mobilität Testfeld Deutschland) wirkten 17 Konsortialpartner mit – darunter sechs Automobilhersteller. Er war weltweit eines der größten Projekte seiner Art. Audi verantwortete dabei die so genannte Anforderungsanalyse, aus der das Grundgerüst des Projekts hervorgegangen ist. Darüber hinaus leiteten die Ingenieure der Marke mehrere Einzelprojekte – darunter der Ampelphasenassistent, die Straßenvorausschau und die erweiterte Navigation. Die Mitarbeit im Bereich Kreuzungsassistent rundet das Spektrum ab. Die Testflotte von Audi umfasste 20 Fahrzeuge.

Im Projekt Ampelphasenassistent wurden im Raum Frankfurt am Main 20 Ampelanlagen so umgerüstet, dass die Testflotte mit ihnen Kontakt aufnehmen konnte. Ziel der Entwickler dabei ist ein möglichst effizienter Verkehrsfluss in Ballungsgebieten. Audi hat hier ein umfangreiches Vorwissen aus seinem Projekt travolution eingebracht. Dieses ist bereits 2006 gestartet.

Die Informationen der Ampelanlagen werden ins Auto übertragen und als Grafiken im Display des Fahrerinformationssystems visualisiert. Sie zeigen dem Fahrer an, welches Tempo er wählen sollte, um die nächste Ampel während einer Grünphase zu erreichen. Akustische Signale warnen darüber hinaus rechtzeitig vor Rot-Phasen. Restzeit-Einblendungen im Display unterstützen beim Warten auf Grün.

Über den Projektstand bei simTD hinaus hat Audi bereits den nächsten Entwicklungsschritt vollzogen. Hierbei sind die Autos via UMTS mit dem jeweiligen Verkehrsleitrechner verbunden. Ein Umrüsten der Ampeln erübrigt sich dadurch. 35 Exemplare des Audi A1 e-tron, die an der Initiative „Schaufester Elektromobilität“ der Bundes-regierung teilnehmen, nutzen bereits eine weiterentwickelte Version dieser neuen Technologie.

Ampelinfo online erlaubt eine CO2-Reduzierung von bis zu 15 Prozent. Dies entspricht in Summe etwa 900 Millionen Litern Kraftstoff im Jahr, käme die Technologie in Deutschland flächendeckend zum Einsatz. Sie hat das Stadium der Marktreife erlangt. Schon heute stößt Audi in vielen Städten und Kommunen auf großes Interesse.

Bei dem Großversuch simTD arbeiteten seit Herbst 2008 sechs deutsche Automobilhersteller, zwei große Zulieferer, ein Kommunikationsunternehmen, mehrere wissenschaftliche und öffentliche Einrichtungen eng zusammen, um umfassende Erkenntnisse zum Thema Car-to-X-Kommunikation zu erlangen. Die Bundes-ministerien für Wirtschaft und Technologie, für Bildung und Forschung sowie für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung förderten das Projekt.

Im Laufe der sechsmonatigen Praxisphase, mit der das Projekt jetzt zuende ging, legten die insgesamt 500 Versuchsfahrer in 120 Autos sowie auf drei Motorrädern über 1,65 Millionen Kilometer zurück. Die Fahrzeuge waren über eine speziell entwickelte Funktechnik und über eine Verkehrsleitzentrale miteinander vernetzt, um die Fahrer über die Verkehrsbedingungen zu informieren und auf Gefahren hinzuweisen.

Quelle: Audi

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