Münchner Taxiunternehmen TCO erhält weltweit anerkannten Umweltpreis

Taxibetrieb und Umweltschutz? TCO-Geschäftsführer Peter Köhl zeigt seit Jahren,
 dass beides unter einen Hut zu bringen ist. (Foto: © SBA Sveinn Gunnar Baldvinsson)

Peter Köhl, Geschäftsführer des TAXI Center Ostbahnhof, konnte es zuerst gar nicht fassen, dass ausgerechnet sein Unternehmen von der Energy Globe Foundation als bestes und nachhaltigstes Umweltschutzprojekt Deutschlands geehrt wird. Schließlich bewerben sich um diese Auszeichnung weltweit über 1.000 Projekte und Firmen aus weit mehr als 100 Nationen.

„Ich bin überwältigt und freue mich unglaublich, dass die Idee und konsequente Umsetzung eines Münchner Umwelt-Taxis bis nach Indien durchgedrungen ist und dort entsprechend honoriert wird“, sagte Köhl, als er die Award-Urkunde überreicht bekam.

Der Münchner Unternehmer bedankte sich damit „aus der Ferne“ bei der indischen Politikerin und Jury-Vorsitzenden Maneka Ghandi für deren Votum. Gandhi und eine Reihe weiterer hochkarätiger Jurymitglieder honorierten das jahrelange umweltpolitische Engagement von Köhl. Als Betreiber einer 52 Fahrzeuge umfassenden Taxiflotte hatte sich Köhl bereits 2008 entschieden, das Projekt „umwelt-taxi-muenchen.de“ zu starten. Dafür stellt er konsequent auf elektrifizierte Antriebe um und hat mittlerweile 95% des Fuhrparks erneuert. Neben 48 Toyota Prius Hybridfahrzeugen ist seit 2012 auch das erste Opel Ampera-Elektro-Taxi im Einsatz. Während die Dieselfahrzeuge im Schnitt über 10 Liter/100km verbraucht haben, begnügen sich die neuen Hybridfahrzeuge mit 5,8 Liter/100km.

Die Hybrid-Taxis überzeugen nicht nur im idealisierten Normverbrauch, sondern vor allem im Stop-And-Go des Stadtverkehrs: Sie zeigen eine CO2-Reduktion von bis zu 50% gegenüber den Dieselfahrzeugen. Pro 100 gefahrene Kilometer wurden somit 13,3 kg CO2, eingespart. Aufgrund der hohen Jahreslaufleistung sind das in Summe bis zu 400 Tonnen pro Jahr.

Doch nicht nur diese beeindruckenden Zahlen überzeugten die Weltjury, sondern auch der positive Marketing-Effekt, hervorgerufen durch die enorme Multiplizierbarkeit: Es steigen täglich mehrere hunderte Fahrgäste in die Umwelt-Taxis und werden durch die besonders geschulten Fahrer über die neue Technik informiert. Viele Kunden kommen bei einer Taxifahrt in München zum ersten Mal mit den neuen Mobilitätsformen Hybrid- und Elektrofahrzeug in Berührung. Und in dieser Situation sprechen sie mit den Chauffeuren natürlich nicht über das Wetter, sondern über die leise Fortbewegung und die Bord-Instrumente, und somit automatisch über die neue Technik. So kann Elektromobilität unkompliziert und kompetent „erfahren“ werden, was zu einer hohen Akzeptanz und Know-How-Verbreitung führt.

„Die große Unbekannte der Haltbarkeit der elektrifizierten Fahrzeuge im harten Taxieinsatz, die Motivation der Mitarbeiter und deren Akzeptanz der neuen Fahrzeugtypen waren damals die größten Herausforderungen“, blickt Köhl zurück und bedankte sich bei all seinen Fahrerinnen, Fahrern und Büromitarbeitern. „Alle haben an die positiven Effekte unserer Umweltphilosophie geglaubt und an deren Umsetzung einen ganz großen Anteil. Der national Energy Globe Award Germany geht deshalb nicht an mich, sondern an mein gesamtes Team.“

Quelle: Toyota
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