DTM geht auf dem Moscow Raceway in die zweite Halbzeit

Optionsreifen feiert erfolgreiche erste Halbzeit

Auf dem Moscow Raceway geht die DTM an diesem Wochenende in die zweite Halbzeit. Und bereits die zurückliegenden fünf Rennen haben gezeigt, dass diese Saison in der populärsten internationalen Tourenwagenserie so spannend wird wie selten zuvor. Fünf verschiedene Piloten haben sich bisher in die Siegerlisten eingetragen, die ersten Fünf der Fahrerwertung liegen innerhalb von 24 Punkten und alle Autobauer stellten bisher mindestens einen Gewinner. Großen Anteil daran hat der neue Optionsreifen des exklusiven DTM-Partners Hankook. Der Ventus Race Plus ermöglicht mit seiner weicheren und griffigeren Laufflächenmischung für eine begrenzte Distanz von 30 bis 60 Kilometern deutlich schnellere Rundenzeiten als der Basis-Slick Ventus Race. Er ist jedoch bewusst so konstruiert, dass er danach abbaut und seine Performance unter das Niveau des Standard-Pneus sinkt.
Große Spannung herrschte Anfang Mai beim DTM-Auftakt in Hockenheim. Es gab keine Erfahrungswerte mit dem Optionsreifen von Hankook, da jedes Team nur einen Satz erhält und diesen ausschließlich im Rennen einsetzen darf. Aber der neue superschnelle Pneu hielt, was er versprach. Auf dem feinporigen Asphalt des Traditionskurses war der Verschleiß gering, die Piloten fuhren mit dem Ventus Race Plus nicht nur konstant schnelle Rundenzeiten, sondern auch längere Stints als vorher angenommen. Die Zuschauer erlebten so zahlreiche Überholmanöver und packende Zweikämpfe. „Es ist fantastisch, auf den Optionsreifen zu fahren. Ich kann vor den Renningenieuren von Hankook und deren Leistung nur den Hut ziehen“, jubelte Augusto Farfus (BMW) nach seinem Sieg beim ersten DTM-Rennen der Saison.

Im südenglischen Brands Hatch spielte 14 Tage später der Basis-Slick von Hankook wieder eine größere Rolle. Der Optionsreifen machte zwar kurzfristig schnelle Zeiten möglich, baute aber anders als in Hockenheim auf dem kurvigen Kurs mit seinem groben und offenen Fahrbahnbelag nach durchschnittlich 30 Kilometern stark ab. „Genauso war das geplant, der Ventus Race Plus soll ein taktisches Mittel sein, um für eine begrenzte Dauer schnellere Rundenzeiten zu ermöglichen, nicht jedoch grundsätzlich den Basisreifen ersetzen“, erklärte Hankooks DTM-Renningenieur Michael Eckert. Der bewährte Ventus Race überzeugte einmal mehr mit starker Performance und hoher Konstanz. „Nach Hockenheim dachte ich, dass wir den Optionsreifen länger einsetzen können. Der Standardreifen hat aber sehr gut funktioniert“, lobte Sieger Mike Rockenfeller (Audi). Und Robert Wickens (Mercedes-Benz), der Dritter wurde, schwärmte: „Die Leistung des Standardreifens war phänomenal.“

Das österreichische Spielberg war die dritte Station im DTM-Tourkalender und gleichzeitig das zweite Auslandsrennen nacheinander. Für viele Teams bestand die Schwierigkeit darin, im Qualifying, das bereits im Renn-Setup gefahren werden muss, die richtigen Balance zwischen Performance und Konstanz zu finden und auch noch die besonderen Eigenschaften des Optionsreifens zu berücksichtigen, der ja erst im Rennen eingesetzt werden darf. Am besten gelang dies dem aktuellen DTM-Champion Bruno Spengler, der einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierte „Mit den Optionsreifen von Hankook konnte ich superlange fahren und schnelle Rundenzeiten abliefern. Das war einer der Schlüssel zum Sieg“, freute sich der BMW-Pilot über seinen ersten Saisonerfolg.

Auf dem technisch anspruchsvollen Lausitzring mit seinem engen Infield kam dem Optionsreifen zwei Wochen später wieder eine große Bedeutung zu. „Der Verschleiß ist noch geringer als in Spielberg, es wird lange gut gehen mit dem neuen schnellen Ventus Race Plus“, prophezeite Michael Eckert. Und Hankooks DTM-Renningenieur behielt Recht. Audi-Pilot Mike Rockenfeller fuhr vom sechsten Startplatz auf Rang zwei vor, sein Markenkollege Mattias Ekström machte als Achter dank des Ventus Race Plus sogar zehn Plätze gut. Gary Paffett (Mercedes-Benz) bescherte dem Stuttgarter Autobauer den ersten Saisonsieg und lobte anschließend den Ventus Race: „Der Schlüssel zum Sieg war die tolle Performance des Fahrzeugs beim Qualifying auf dem Basis-Slick.“

Die erste Hälfte der DTM-Saison ging am Norisring in Nürnberg zu Ende. Auf dem legendären Stadtkurs erlebten die Zuschauer alles, was den Motorsport so populär und interessant macht: Zahlreiche Überholmanöver, knallharte Duelle, die für Gary Paffett (Mercedes-Benz) und Edoardo Mortara (Audi) das vorzeitige Aus bedeuteten und Spannung bis zum Schluss. Audi-Fahrer Mattias Ekström hatte nach seinem schnellen Wechsel auf den Optionsreifen die Führung übernommen und einen großen Vorsprung herausgefahren. So blieb der Schwede auch nach seinem letzten Boxenstopp kurz vor Schluss knapp vorn und sorgte für den ersten Audi-Sieg in Nürnberg seit 2002. Doch die Freude über den historischen Triumph dauerte nur rund fünf Stunden. Dann wurde der Schwede disqualifiziert, weil ihm im Parc fermé vor dem Wiegen Wasser in den Rennanzug geschüttet worden war. Den Einspruch von Audi gegen diese Entscheidung lehnte das Berufungsgericht des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB) am Dienstag ab. Es rückt jedoch kein Fahrer nach, da Ekström „keinen Wettbewerbsvorteil hatte, weil sein Fahrzeug dem Reglement entsprochen und er seinen Sieg auf der Strecke unter sportlich einwandfreien Bedingungen errungen hatte“, entschied das Gericht. Audi akzeptierte das Urteil und so gab es beim fünften Saisonlauf der DTM am Norisring keinen Sieger. Die Mercedes-Benz-Piloten Robert Wickens und Christian Vietoris wurden Zweiter und Dritter.

Quelle: Hankook

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